POLITIK / GESCHICHTE / GESELLSCHAFT Warum der Genozid an den Sinti und Roma bis heute eine Gegenwartsfrage ist. Von Ralf Schönert • 2. August 2026 Kurzthese: Der Genozid an den Sinti und Roma war Teil der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik, wurde nach 1945 jedoch jahrzehntelang verdrängt. Der 2. August erinnert deshalb auch an die Lücken und Versäumnisse der europäischen Erinnerungskultur. Warum das wichtig ist: Glaubwürdiges Gedenken verbindet historische Aufklärung mit dem Einsatz gegen heutigen Antiziganismus. Lesedauer: etwa 6 Minuten Themen: Sinti und Roma, Nationalsozialismus, Völkermord, Antiziganismus, Erinnerungskultur Der 2. August erinnert an die Ermordung der letzten im sogenannten „Zigeunerfamilienlager“ von Auschwitz-Birkenau gefangenen Sinti und Roma. Der Gedenktag verweist zugleich auf einen Völkermord, dessen Anerkennung in Deutschland und Europa viel zu lange hinausgezögert wurde. Der 2. August gehört zu jenen Ged...
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