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Der „Stolzmonat“ ist keine Debatte, sondern eine rechte Gegenmobilisierung

POLITIK / GESCHICHTE / GESELLSCHAFT Der „Stolzmonat“ ist keine Debatte, sondern eine rechte Gegenmobilisierung Was als vermeintlich harmloser Gegenbegriff zum Pride Month auftritt, ist politisch vor allem ein Versuch, queere Sichtbarkeit zu delegitimieren und nationalistisch umzudeuten. Von Ralf Schönert  •  1. Juli 2026 Der „Stolzmonat“ erscheint auf den ersten Blick wie eine provokante Wortspielerei. Bei näherem Hinsehen zeigt sich jedoch ein anderes Muster: Nicht kulturelle Selbstvergewisserung, sondern die politische Abwertung queerer Emanzipation ist sein eigentlicher Kern. Gerade deshalb sollte man die Kampagne weder verharmlosen noch mit normalem Meinungsaustausch verwechseln. Der Pride Month erinnert historisch an die Stonewall-Unruhen von 1969 und damit an einen Widerstand gegen staatliche Schikane, gesellschaftliche Erniedrigung und rechtliche Diskriminierung. Sein politischer Sinn liegt nicht im Feiergestus allein, sondern in Sichtbarkeit, Sch...