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Schlacht von Monterrey 1847 – Wendepunkt im Mexikanisch-Amerikanischen Krieg

Der 19. Februar 1847 markiert ein historisches Ereignis, das tief in die politische und militärische Geschichte Nordamerikas eingreift: die Einnahme der strategisch wichtigen Stadt Monterrey durch US-Truppen im Zuge des Mexikanisch-Amerikanischen Krieges (1846–1848). Obwohl der Krieg selbst stark umkämpft und bis heute politisch umstritten ist, gilt dieser Tag als entscheidender Moment auf dem Weg zur territorialen Neuordnung des nordamerikanischen Kontinents. Die politische Lage vor der Schlacht Zu Beginn der 1840er-Jahre erhoben die Vereinigten Staaten im Rahmen der sogenannten Manifest-Destiny-Ideologie Anspruch auf eine Ausdehnung ihres Staatsgebietes bis an den Pazifik. Mexiko, seit 1821 unabhängig, hatte wiederholt mit internen Machtkämpfen zu kämpfen und war nur eingeschränkt in der Lage, seine nördlichen Territorien effektiv zu sichern. Der Vormarsch der US-Armee Unter dem Kommando von General Zachary Taylor rückten US-Truppen 1846 in das umstrittene Gebiet zwischen Rio Grande ...
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Atomschirm-Debatte - Warum der „Sicherheitsrisiko“-Kommentar an Mützenich vorbeizielt – und was an seiner Kritik stimmt

Bezug:   https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/aussenpolitik/id_101132406/atomschirm-debatte-warum-rolf-muetzenich-zum-sicherheitsrisiko-wird.html Ein t-online-Kommentar erklärt Rolf Mützenich zum „Sicherheitsrisiko“ und stilisiert ihn zum sicherheitspolitischen „Dancing Fool“. Begründet wird das vor allem so: Die USA hätten Europa seit NATO-Gründung verlässlich atomar geschützt; das sei „Urschwur“, und wer daran rüttele, gefährde Sicherheit. Außerdem sei – gerade wegen Trump-Unberechenbarkeit – ein europäischer Atomschirm nötig; Mützenichs Einwand, die Debatte sei eine „gefährliche Farce“, sei „Blödsinn“. Ich nehme die Kernaussagen des Kommentars ernst – und widerspreche ihnen Punkt für Punkt. Am Ende bleibt: Mützenich liegt in einem entscheidenden Punkt näher an der strategischen Realität, als ihm der Text zugesteht. 1) „Absolute Garantie“: Genau das behauptet die NATO ausdrücklich nicht Der Kommentar fährt Mützenich an, weil er darauf hinweist, es habe „nie ein...

Warum die Junge Union mit ihren Forderungen zum Rentenbeschluss 2025 doch recht hatte (und warum das niemand zugeben will)

Es ist ein bisschen wie in einem dieser mittelmäßigen deutschen Fernsehfilme: Die nervige Nebenfigur – in diesem Fall die Junge Union – war die ganze Zeit über unangenehm, rechthaberisch und latent besserwisserisch. Und am Ende hatten sie ausgerechnet die den richtigen Riecher. 2025 wollte die Große Koalition – getragen von einer Sozialdemokratie im Kuschelmodus – unbedingt etwas hinterlassen, das man als „sozial gerecht“ verkaufen konnte. Und wie immer, wenn das Etikett hübsch klingt, interessiert sich niemand für die Inhaltsstoffe. Die Rente sollte sicher bleiben, das Niveau stabil, die Beitragszahler ruhiggestellt. Ein bisschen Volksberuhigung, garniert mit großväterlicher Wärme. Dass dabei sämtliche Warnsignale – vom demografischen Wandel über die gigantische Finanzierungslücke bis hin zum Realitätsverlust in der Erwerbsbevölkerung – mit erstaunlicher Konsequenz ignoriert wurden, störte vor allem die SPD nicht. Man war zu beschäftigt damit, sich für das "soziale Gewissen de...

Der Klugscheisser - Was ist Sozialkapital oder warum soziale Netzwerke wichtig sind

Geld, Bildung, Besitz – das sind klassische Formen von Kapital. Doch es gibt noch eine weitere, oft übersehene Ressource, die unser Leben und unsere Gesellschaft prägt: das Sozialkapital . Es meint das Vertrauen, die Beziehungen und die Netzwerke, die Menschen miteinander verbinden – und es ist genauso wertvoll wie ökonomisches Kapital. Wer über Sozialkapital verfügt, kann auf Unterstützung zählen, Wissen austauschen und Kooperation ermöglichen. Der Soziologe Pierre Bourdieu prägte den Begriff in den 1980er-Jahren. Für ihn war Sozialkapital das „Netz dauerhafter Beziehungen“, die Zugang zu Ressourcen verschaffen. Robert Putnam, ein amerikanischer Politikwissenschaftler, erweiterte das Konzept und stellte fest, dass Gesellschaften mit hohem Sozialkapital besser funktionieren: Menschen vertrauen einander, engagieren sich, gründen Vereine, helfen Nachbarn – kurz: sie halten zusammen. Sozialkapital entsteht nicht zufällig. Es wächst durch Interaktion, durch gemeinsame Ziele und geteilte ...

vor einem Jahr - J.D. Vance Rede auf der Münchener Sicherheitskonferenz

J.D. Vance, dieser selbsternannte Leuchtturm des gesunden Menschenverstands, trat auf der Münchner Sicherheitskonferenz auf wie ein schlecht gelaunter Onkel auf einer Familienfeier – laut, unangenehm und überzeugt davon, dass er als Einziger die Wahrheit kennt. Anstelle einer sicherheitspolitischen Einordnung zum Ukraine-Krieg – was der Anlass der Konferenz gewesen wäre, aber warum sich mit Details aufhalten – servierte er ein Potpourri aus halbgaren Vorurteilen, schlecht kaschierter Europaverachtung und, man muss es sagen, einer bemerkenswerten Ignoranz gegenüber den Grundlagen von Demokratie und Rechtsstaat. Natürlich ließ er es sich nicht nehmen, das alte populistische Lieblingsmärchen aufzuwärmen: Die Meinungsfreiheit in Europa sei bedroht! Ja, wirklich – in seinen Augen leben wir offenbar in einem Kontinent voller Meinungsstasi und Gedankenpolizei, wo jede abweichende Meinung mit einem Hausverbot im Café und einer nächtlichen Razzia geahndet wird. Besonders tragisch ist dabei, d...