Am 22. Juli 2011 erschütterte ein doppelter Terroranschlag Norwegen – ein Land, das bis dahin als sicher und friedlich galt. Der Täter: Anders Behring Breivik, ein rechtsextremer Nationalist, der mit seinen Taten die europäische Gesellschaft wachrüttelte und ein bislang undenkbares Ausmaß an Gewalt offenbarte. Der Tag endete mit 77 Toten – 8 davon durch eine Bombe im Regierungsviertel Oslos, 69 durch Schüsse auf der Ferieninsel Utoya. Was diesen Anschlag so erschütternd macht, ist nicht nur die Zahl der Todesopfer, sondern die Zielsetzung dahinter: Jugendliche, die sich politisch engagierten, wurden zum Feindbild eines Mannes, der sich selbst als „Retter des Abendlandes“ sah. Breivik suchte mit seinem Anschlag nicht das Chaos, sondern die gezielte Auslöschung politischer Hoffnungsträger – vor allem junger Mitglieder der sozialdemokratischen Jugendorganisation AUF, die sich auf Utoya zum Sommerlager versammelt hatten. Die Symbolik der Tat ist bedrückend. Ein Ort des Lernens, der Begegnu...
MEDIEN / DEMOKRATIE / KUNSTFREIHEIT Die beiden Entscheidungen folgen unterschiedlichen journalistischen Regeln. Dennoch offenbaren sie einen problematischen Umgang mit kontroverser Kunst und redaktioneller Verantwortung. Von Ralf Schönert • 21. Juli 2026 Kurzthese: Das ZDF muss Alice Weidel als einflussreiche Parteivorsitzende kritisch befragen. Fragwürdig ist jedoch, dass der Sender einem politischen Interview mehr journalistische Einordnungskraft zutraut als einer Satire- und Diskussionssendung. Warum das wichtig ist: Der Fall zeigt, wie öffentlich-rechtliche Medien zwischen Kunstfreiheit, politischer Pluralität und der Abwehr extremistischer Botschaften abwägen. Lesedauer: etwa 6 Minuten. Themen: ZDF, Kunstfreiheit, Danger Dan, Alice Weidel, öffentlich-rechtlicher Rundfunk. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk muss Kunstfreiheit, journalistische Verantwortung und politische Pluralität zugleich schützen. Gerade deshalb wirkt die kurzfristige Absage e...