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Walter Lübcke: Mutiger Demokrat und Opfer rechter Gewalt – Ein Leben für Menschenwürde und Grundgesetz

Walter Lübcke (1953 – 2019) war CDU-Politiker und seit 2009 Regierungspräsident des Regierungs­bezirks Kassel. Nach einer Banklehre, acht Jahren Wehrdienst und einem wirtschaftswissenschaftlichen Studium mit Promotion leitete er Bildungs­einrichtungen, ehe er 1999 in den Hessischen Landtag einzog. Seine offene Art, sein Engagement für Demokratie und sein Plädoyer für die Aufnahme Geflüchteter prägten sein Wirken. Besonders bekannt wurde sein Auftritt 2015 in Lohfelden, als er christliche Nächstenliebe und das Grundgesetz gegen fremden­feindliche Zwischenrufe verteidigte.

Die daraufhin im Netz verbreitete verkürzte Video­sequenz machte Lübcke zum Ziel einer lang­anhaltenden Hass­kampagne aus der extremen Rechten. Am Abend des 1. Juni 2019 erschoss ihn der vorbestrafte Neonazi Stephan Ernst auf der Terrasse seines Hauses in Istha. Ernst wurde am 28. Januar 2021 wegen Mordes zu lebenslanger Haft mit besonderer Schwere der Schuld verurteilt; sein Mitangeklagter Markus H. erhielt eine Bewährungsstrafe.

Lübckes Tod erschütterte Deutschland. Posthum erhielt er die Wilhelm-Leuschner-Medaille; Straßen, Plätze, Schulen und Stiftungen tragen heute seinen Namen. Walter Lübcke steht als Symbol für Zivilcourage und den entschlossenen Einsatz gegen Rechtsextremismus – eine Mahnung, demokratische Werte aktiv zu verteidigen.

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