Oh, wie süß. Ein Fest der Auferstehung. Ein Wochenende voller Hoffnung, Besinnlichkeit und massenproduzierter Marzipanversuche. Der Tod wurde besiegt – mit einem rosa Plastikgrasnest aus dem Drogeriemarkt und einem schielenden Schoko-Hasen, der aussieht, als sei er Zeuge eines Verbrechens geworden.
Und während sich Familien in christlicher Eintracht zum Osterbrunch versammeln, tun sie das, was sie am besten können: passive Aggression hinter serviettengefalteten Hasenohren verstecken. „Ach, du bist immer noch Single? Na ja, Jesus war ja auch allein. Zumindest bis zur Kreuzigung.“ Danke, Tante Heidrun. Wirklich erhebend.
Natürlich dürfen die Kinder nicht zu kurz kommen – sie werden mit derart viel Zucker versorgt, dass ihr Insulinspiegel aussieht wie ein Nasdaq-Chart in Panik. Aber hey, es ist ja ein Fest der Freude. Deshalb lassen wir sie danach auch durch den Garten rennen, auf der Suche nach eiförmigen Plastikcontainern mit Gummibärchen aus der Resterampe, während Erwachsene so tun, als sei das eine tiefsinnige Familientradition und kein Zuckerschock-Roulette mit pädagogischem Anstrich.
Und wie jedes Jahr frage ich mich: Warum feiern wir eigentlich mit Eiern? Als Symbol für Fruchtbarkeit? Auferstehung? Oder weil Hühner einfach verdammt leicht zu manipulieren sind? Jedenfalls ist das Ei bei Ostern das, was der Christ im Supermarkt ist: außen fromm beschriftet, innen fragwürdig befüllt.
Fazit: Ostern ist der Netflix-Spin-Off unter den Feiertagen. Eine schlechte Kopie von Weihnachten, ohne den Schnee, aber mit mehr religiöser Schuld, mehr Verpackungsmüll und dem obligaten Versuch, durch Hefezopf Gemeinschaft zu erzwingen. Und das alles im Namen eines Mannes, der sich wahrscheinlich im Grab umdrehen würde – wenn er denn drin geblieben wäre.
Gesegnete Feiertage. Oder was auch immer.
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