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SALT-II-Verhandlungen am 29. Januar 1979 – Ein Wendepunkt im Kalten Krieg

Am 29. Januar 1979 fand in Washington ein bedeutsames Treffen zwischen dem US-Präsidenten Jimmy Carter und dem sowjetischen Außenminister Andrej Gromyko statt. Dieses Treffen markierte einen entscheidenden Moment der sogenannten SALT‑II‑Verhandlungen (Strategic Arms Limitation Talks), die auf eine Begrenzung strategischer Nuklearwaffen abzielten. In einer Phase anhaltender Spannungen zwischen den beiden Supermächten symbolisierte die Begegnung nicht nur diplomatische Annäherung, sondern auch das gegenseitige Eingeständnis, dass der Rüstungswettlauf ohne politische Regulierung gefährliche Dimensionen angenommen hatte.

Historischer Kontext

Seit Beginn der 1970er Jahre bemühten sich die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion um eine Stabilisierung ihres strategischen Kräfteverhältnisses. Der bereits 1972 unterzeichnete SALT‑I‑Vertrag hatte erste Begrenzungen beim Ausbau der Interkontinentalraketen eingeführt. Der Folgevertrag, SALT II, sollte diese Regelungen vertiefen und insbesondere Mehrfachsprengkopf-Systeme (MIRVs) regulieren, die das nukleare Gleichgewicht empfindlich beeinflussten.

Bedeutung des 29. Januar 1979

Das Treffen zwischen Carter und Gromyko am 29. Januar 1979 war ein wichtiger diplomatischer Zwischenschritt hin zur späteren Unterzeichnung des SALT‑II‑Vertrags im Juni desselben Jahres. Die Begegnung wurde international aufmerksam verfolgt, da sie zeigte, dass trotz ideologischer Gegensätze die Bereitschaft zu strategischen Zugeständnissen vorhanden war.

Politisch stand dieser Termin im Zeichen eines fragilen Detente‑Moments: Die Gespräche sollten das Vertrauen stärken, gleichzeitig aber auch sicherstellen, dass beide Staaten in der Rüstungskontrolle berechenbarer agieren könnten. Die formale Ratifizierung durch den US-Senat scheiterte zwar später im Zuge der sowjetischen Invasion Afghanistans, dennoch legte SALT II die Grundlage für spätere Abrüstungsverhandlungen wie START I.

Der 29. Januar 1979 steht exemplarisch für die diplomatischen Bemühungen, innerhalb des Kalten Krieges Eskalationsrisiken zu reduzieren. Gerade angesichts wachsender strategischer Unsicherheiten bot die damalige Annäherung ein seltenes Moment konstruktiver Kooperation.

Meine Quellen:
Bundeszentrale für politische Bildung (bpb): Abrüstung im Kalten Krieg – https://www.bpb.de
Deutsches Historisches Museum: Kalter Krieg – https://www.dhm.de
U.S. Department of State: SALT II – Non‑Ratification – history.state.gov
 

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