Der 19. Februar 1847 markiert ein historisches Ereignis, das tief in die politische und militärische Geschichte Nordamerikas eingreift: die Einnahme der strategisch wichtigen Stadt Monterrey durch US-Truppen im Zuge des Mexikanisch-Amerikanischen Krieges (1846–1848). Obwohl der Krieg selbst stark umkämpft und bis heute politisch umstritten ist, gilt dieser Tag als entscheidender Moment auf dem Weg zur territorialen Neuordnung des nordamerikanischen Kontinents.
Die politische Lage vor der Schlacht
Zu Beginn der 1840er-Jahre erhoben die Vereinigten Staaten im Rahmen der sogenannten Manifest-Destiny-Ideologie Anspruch auf eine Ausdehnung ihres Staatsgebietes bis an den Pazifik. Mexiko, seit 1821 unabhängig, hatte wiederholt mit internen Machtkämpfen zu kämpfen und war nur eingeschränkt in der Lage, seine nördlichen Territorien effektiv zu sichern.
Der Vormarsch der US-Armee
Unter dem Kommando von General Zachary Taylor rückten US-Truppen 1846 in das umstrittene Gebiet zwischen Rio Grande und Nueces River vor. Nach mehreren Gefechten gelang es den Amerikanern, weite Teile Nordmexikos zu besetzen. Monterrey, ein wirtschaftliches und militärisches Zentrum, stellte das wichtigste strategische Ziel dar.
Am 19. Februar 1847 fiel die Stadt endgültig in die Hände der Amerikaner. Dies geschah nach mehrtägigen Kämpfen, die durch Häuserkampf, Artillerieduelle und urbane Nahkampfsituationen gekennzeichnet waren. Besonders bemerkenswert war die Entscheidung Taylors, den mexikanischen Truppen unter General Pedro de Ampudia einen ehrenvollen Abzug zu gewähren – ein ungewöhnlicher Schritt, der politisch umstritten war, aber kurzfristig Stabilität schuf.
Historische Bedeutung
Die Einnahme Monterreys verschob die Kräfteverhältnisse im Krieg deutlich zugunsten der Vereinigten Staaten. Sie stärkte die Position Taylors, der später zum US-Präsidenten aufstieg, und schwächte Mexiko nachhaltig. Der Konflikt endete 1848 mit dem Vertrag von Guadalupe Hidalgo, der Mexiko zur Abtretung großer Gebiete – darunter Kalifornien, New Mexico und Arizona – zwang.
Dieses Ereignis zeigt exemplarisch, wie militärische Entscheidungen langfristige politische Konsequenzen nach sich ziehen können. Der 19. Februar 1847 ist dabei ein Schlüsseltermin für das Verständnis des späteren territorialen Zuschnitts Nordamerikas.
Meine Quellen:
Friedrich Katz: Die Geschichte Mexikos. Frankfurt am Main 1990.
Hans W. Gatzke (Hrsg.): Amerikanische Außenpolitik im 19. Jahrhundert. München 1984.
Hubert Howe Bancroft: History of the Mexican War. San Francisco 1885.
Georg F. Kennan: The Policy of Manifest Destiny. New York 1954.
Deutsche Gesellschaft für Nordamerikastudien: Aufsätze zum Mexikanisch-Amerikanischen Krieg.
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