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Russlands „Ukraine-Papier“ vom 12.02.2026 - Der Versuch eines USA-Deals – und was das für Europa bedeutet

Am 12. Februar 2026 wurde über ein russisches Regierungs-Memorandum berichtet, das laut Medienangaben von Bloomberg eingesehen wurde. Kerngedanke: Russland koppelt die Aussicht auf einen Ukraine-Friedensschluss an ein Paket wirtschaftlicher Lockangebote für die USA – von Energieprojekten bis hin zur Rückkehr zum Dollar-Zahlungsverkehr.

Was in dem Papier steht (bekannt gewordene Kernpunkte)

Nach den Berichten skizziert das Memo mögliche Felder einer US-russischen „Neuannäherung“ nach einem Friedensschluss, u. a.:

  • Energie-Deals: Kooperation bei Öl- und LNG-Projekten; US-Firmen könnten wieder einsteigen.

  • Rohstoffe: Zusammenarbeit bei „kritischen“ Rohstoffen (z. B. Nickel/Platin u. a.).

  • Kernenergie/Technologie: Kooperation im Nuklearbereich, teils im Umfeld moderner Technologien (in der Berichterstattung auch mit KI-Bezug).

  • Dollar-Rückkehr: Russland signalisiert Bereitschaft, wieder stärker auf den US-Dollar im Handel zu setzen – bemerkenswert vor dem Hintergrund der bisherigen „Dedollarisierungs“-Rhetorik.

  • Industrie/Luftfahrt: Perspektiven für Luftfahrt-/Leasing- bzw. Modernisierungsvorhaben.

  • Marktzugang: Vorteile für US-Unternehmen beim (Wieder-)Einstieg in den russischen Konsumentenmarkt.

Unklar bleibt in der öffentlichen Berichterstattung, ob und wie dieses Papier offiziell in Verhandlungen eingebracht wurde – es ist zunächst ein „Angebotsrahmen“, kein Vertrag.

Die politische Logik dahinter: „Frieden gegen Geschäftsmodell“

Aus russischer Sicht wirkt das Memo wie ein klassischer Transaktions-Ansatz: Nicht nur Waffenruhe/Frontlinien, sondern ein „großer Deal“ mit ökonomischen Dividenden für Washington. Die subkutane Botschaft lautet: Warum einen langen Konflikt finanzieren, wenn sich daraus ein wirtschaftlicher Neustart machen lässt?

Für Europa liegt das Risiko auf der Hand: Wenn Sicherheitspolitik und Wirtschaftsinteressen in einem Paket verhandelt werden, steigt das Potenzial für Druck auf EU-Positionen (Sanktionen, Energiepolitik, Sicherheitsgarantien). Diese Verwundbarkeit der EU durch „transaktionale Kopplung“ von Sicherheit und Ökonomie wird auch in europäischen Analysen als Problemfeld beschrieben.

Und die Ukraine? Kiew pocht weiter auf Sicherheitsgarantien

Zeitgleich betonte Präsident Selenskyj, die Ukraine unterstütze US-Friedensvorschläge, aber zentrale Bedingungen blieben: Waffenruhe und belastbare Sicherheitsgarantien. Eine Abstimmung über einen „schlechten Deal“ schloss er aus; Wahlen seien erst nach entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen realistisch.

Ein Papier, das mehr über Machttechnik als über Frieden sagt

Das am 12.02.2026 bekannt gewordene Memorandum ist weniger ein Friedensplan als ein Versuch, Friedensdiplomatie in ein geoökonomisches Angebot zu übersetzen. Für die Ukraine bleibt die Kernfrage: Wer garantiert Sicherheit nach einer Waffenruhe? Für Europa lautet sie: Wie verhindert man, dass ein „Deal“ über Energie, Rohstoffe und Dollar-Ströme die gemeinsame Linie politisch aushebelt?

Meine Quellen:

- https://www.bloomberg.com/news/newsletters/2026-02-12/putin-pitches-trump-dollar-goodies-in-bargain-over-ukraine?srnd=homepage-europe

- https://www.reuters.com/world/ukraines-zelenskiy-we-have-backed-us-peace-proposals-get-deal-done-2026-02-12/

- https://www.zdfheute.de/politik/ausland/rohstoffe-usa-ukraine-seltene-erden-militaerhilfe-krieg-russland-100.html

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