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Chruschtschow und der Beginn der Entstalinisierung – Ein Wendepunkt des Kalten Krieges


Der 13. Februar 1956 markiert eines der bedeutendsten politischen Ereignisse der Nachkriegszeit: die geheime Vorbereitung auf Nikita Chruschtschows berühmte Entstalinisierungsrede, die wenige Tage später auf dem XX. Parteitag der KPdSU gehalten wurde. Dieser Tag selbst stand im Zeichen intensiver Beratungen im sowjetischen Führungszirkel, die darauf abzielten, den jahrzehntelang aufgebauten Personenkult um Josef Stalin politisch und ideologisch zu brechen.

Hintergrund: Der Weg zur Entstalinisierung

Nach Stalins Tod im März 1953 begann ein Machtkampf innerhalb der KPdSU. Chruschtschow setzte sich allmählich durch und suchte nach Wegen, die sowjetische Politik zu reformieren und die Übergriffe des Stalinismus öffentlich zu benennen. Am 13. Februar 1956 fanden zentrale Sitzungen des Präsidiums statt, in denen Chruschtschow und seine Verbündeten die endgültige Fassung dessen diskutierten, was später als „Geheimrede“ in die Geschichte einging. Diese Beratungen bildeten die letzte Vorbereitung zur Abrechnung mit dem stalinistischen System.

Inhaltliche Bedeutung

Das Ereignis war ein Wendepunkt für die kommunistische Weltbewegung. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten stellte die sowjetische Führung zentrale Elemente der eigenen Herrschaftspraxis infrage: Massendeportationen, Schauprozesse, politische Morde und die systematische Unterdrückung innerparteilicher Kritik. Die Beratungen am 13. Februar signalisierten, dass die KPdSU bereit war, zumindest Teile der Wahrheit öffentlich auszusprechen – ein Vorgang, der in den folgenden Jahren weitreichende Konsequenzen auslöste.

Internationale Reaktionen

Die Vorbereitung der Rede führte innerhalb weniger Monate zu politischen Verwerfungen im gesamten Ostblock. In Polen begannen seit Sommer 1956 Reformbewegungen, während sich in Ungarn im Oktober desselben Jahres ein Volksaufstand entwickelte. Auch in Westeuropa reagierten sozialdemokratische und kommunistische Parteien auf den ideologischen Wandel, der von Moskau ausging. Die Beratungen vom 13. Februar waren somit nicht nur ein innerparteilicher Vorgang, sondern ein Schlüsselereignis für die gesamte europäische Nachkriegsordnung.

Einordnung aus historischer Sicht

Der 13. Februar 1956 steht exemplarisch für jene seltenen Momente politischer Geschichte, in denen sich unter der Oberfläche scheinbar stabiler Machtverhältnisse ein Umbruch vollzieht. Die Beratungen, die an diesem Tag stattfanden, waren Voraussetzung für den Bruch mit einem totalitären Herrschaftssystem und leiteten eine Phase relativer Liberalisierung ein – wenn auch begrenzt und widersprüchlich.

Meine Quellen:

  • Deutsches Historisches Museum (DHM): Nikita Chruschtschow und die Entstalinisierung. Berlin.

  • Hermann Weber: Die Sowjetunion und der Stalinismus. Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), Bonn.

  

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