In einer Woche und vier Monaten ist Weihnachten. Das bedeutet: In exakt 135 Tagen dürfen wir endlich wieder so tun, als ginge es um Liebe, Familie und Besinnlichkeit – während wir dehydriert mit Tüten aus fünf verschiedenen Einkaufszentren stolpern, uns um die letzte PlayStation 7 prügeln und beim Anblick der Stromrechnung unseres 8.000-Lichterketten-Lichterwalds eine leichte Migräne entwickeln.
Aber Moment: 135 Tage sind doch eine Ewigkeit, oder? Falsch. Das ist weniger als ein durchschnittlicher DHL-Paket-Lieferzeitraum im Dezember. Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, um Panik zu schieben, weil du natürlich auch dieses Jahr nichts vorbereitet hast. Keine Geschenke, keine Ideen, nicht einmal eine respektable Ausrede. Nur die Ahnung, dass Onkel Harald wieder Glühwein trinkt wie ein Duracell-Hase auf Speed.
Die Supermärkte helfen dir ja auch nicht. Dort gibt es Lebkuchen seit Juli. Wenn du also nicht jetzt schon die dritte Marzipankartoffel-Diät startest, wirst du bis Dezember aussehen wie ein weihnachtlich gewürztes Sofa. Willkommen in der Vorfreude!
Und während man verzweifelt versucht, seine Spotify-Playlist bis dahin frei von „Last Christmas“ zu halten, beginnt im Hintergrund die stille Vorbereitung auf den Krieg: das Schrottwichteln im Büro, bei dem du wieder das Geschenk bekommst, das eindeutig noch von letztem Jahr stammt. Wahrscheinlich von dir selbst.
Aber hey, in einer Woche und vier Monaten ist Weihnachten. Zeit genug, um nichts zu tun und es dann in einer hysterischen Dezemberwoche zu bereuen. Wie jedes Jahr. Wie Gott es wollte.
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