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Exportstörung: Deutscher Neonazi bei Außeneinsatz gestoppt – Frankreich sendet Retourkutsche

 

Bravo, Deutschland. Wieder einmal ein außenpolitischer Meilenstein der ganz besonderen Art: Ein Landsmann hebt in Paris den rechten Arm und beweist damit, dass man historische Verantwortung auch nach über 80 Jahren noch als schlecht sitzenden Party-Gag missverstehen kann. Während andere Touristen den Louvre besuchen oder sich beim dritten Espresso über die Lebenskunst der Franzosen wundern, entscheidet sich dieser Vertreter der Bundespeinlichkeit für ein Solo in Sachen Geschichtsvergessenheit.

Frankreich – ein Land, das seine Lektionen aus dem 20. Jahrhundert deutlich unlustiger findet als mancher deutsche Fußballstammtisch – reagiert souverän: Abschieben, bitte. Ohne diplomatisches Geplänkel, ohne langes Erörtern der Meinungsfreiheit in ihrer missbrauchten Endstufe. Einfach Rückführung in das Herkunftsland des historischen Originals. Voilà.

Dabei hätte der Mann ja alles haben können: Käse, Kunst, Kultur – doch er entschied sich für den Hitlergruß. Sozusagen der deutsche Exportartikel mit dem geringsten Marktwert und dem höchsten Fremdschamfaktor. Während also Macron versucht, Europa zusammenzuhalten, schickt Deutschland Einzelpersonen, die Europa daran erinnern, warum es so schwer ist, genau das zu tun.

Man stelle sich die Szene einmal vor: Die Gendarmen packen ihn ein, vielleicht nicht ohne ein müdes „Mon dieu“, während der Mann noch irgendwas von „Systemmedien“ murmelt und sich wundert, warum es keine Fanartikel für seine Gesinnung im Souvenirladen gibt. Willkommen in der Realität, wo Meinungsfreiheit eben keine Narrenfreiheit bedeutet und Nachbarländer keine Lust auf ideologisches Sondermüll-Recycling haben.

Zurück in Deutschland wird er vermutlich empfangen wie ein missverstandener Prophet – zumindest auf Telegram, TikTok, oder beim Grillabend in der Kleingartenanlage mit Leuten, die bei „Zeitzeugen“ vor allem an Facebook-Posts denken. Dort kann er dann wieder aus voller Kehle brüllen, wie unterdrückt er doch sei, während er öffentlich seinen geistigen Müll entsorgt. Und niemand hindert ihn daran, außer vielleicht der gesunde Menschenverstand – der bekanntlich schon vor Jahren das Weite gesucht hat.

Frankreich macht es richtig. Der Mann wird abgeschoben, Deutschland darf sich wieder einmal fragen, wie es dazu kommt, dass bei uns offenbar die dunkle Vergangenheit nicht nur in Geschichtsbüchern, sondern auch in Reiseplänen überlebt. Immerhin: Man weiß jetzt, was wirklich passiert, wenn man „historisches Flair in Paris“ ein bisschen zu wörtlich nimmt.


*schnell noch als "Satire" gelabelt. Bevor mich wieder irgendwelche Dummbeutel hier niedermachen.

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