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aus der Geschichte: 31. Januar 1933 – Tag der „Machtergreifung“


Inmitten der politischen und wirtschaftlichen Krisen der Weimarer Republik erlebte Deutschland Anfang 1933 einen dramatischen Wendepunkt. Nach mehrfachen Wahlen und instabilen Regierungen ernannte Reichspräsident Paul von Hindenburg am 30. Januar 1933 den Führer der NSDAP, Adolf Hitler, zum Reichskanzler. Diese Entscheidung entstand aus Verhandlungen konservativer Kreise, die den Nationalsozialisten einhegen wollten. Der Begriff „Machtergreifung“ klingt nach einem Putsch, doch es war eine rechtliche Machtübertragung.

Hitler führte zunächst eine Koalition mit deutschnationalen Ministern; außer ihm erhielten nur Wilhelm Frick und Hermann Göring Ministerposten. Trotzdem inszenierte die NSDAP den Tag als historische Zäsur. Am Abend des 30. Januar marschierten SA‑ und SS‑Kolonnen mit Fackeln durch die Berliner Wilhelmstraße, während Hitler und Hindenburg vom Fenster der Reichskanzlei aus die jubelnde Menge beobachteten. Propagandachef Joseph Goebbels notierte begeistert, die Wilhelmstraße gehöre nun ihnen und Hitler sei Kanzler.

Tags darauf, am 31. Januar 1933, herrschte eine Triumphstimmung. Goebbels schrieb von Freudentränen, und die Nationalsozialisten fühlten sich bereits als Sieger. In Breslau hielt der jüdische Historiker Willy Cohn in seinem Tagebuch fest, wie die Straßen von schwarzen und braunen Uniformen beherrscht wurden und wie bald ein Boykott gegen alles Geistige und Jüdische drohe. Diese Tagebuchaufzeichnungen spiegeln wider, wie rasch Einschüchterung und Ausgrenzung einsetzten. Schon am 1. Februar löste die neue Regierung den Reichstag auf und rief in einer Rundfunkansprache zur nationalen Einheit und zur Überwindung der „kommunistischen Zersetzung“ auf. Die Weichen für den Abbau demokratischer Institutionen waren gestellt.

Der 31. Januar 1933 steht daher für den Übergang von einer krisengeplagten Demokratie zur Diktatur. Die „Machtergreifung“ war kein plötzlicher Gewaltakt, sondern die Folge langjähriger Instabilität und einer fatalen Machtübertragung. Die Ereignisse vom 30. und 31. Januar zeigen, wie geschickt Propaganda und Inszenierungen die Legalität des Regierungswechsels verschleierten. Binnen weniger Wochen folgten der Reichstagsbrand, Notverordnungen und das Ermächtigungsgesetz. Dieses Datum erinnert uns daran, wie verwundbar Demokratien sind und wie wichtig Wachsamkeit gegenüber autoritären Bewegungen bleibt.

Meine Quellen:

Chronologie der nationalsozialistischen Machtergreifung, Wikipedia.

Die „Machtergreifung“ der Nazis, Deutschlandmuseum.

Zeugnisse für eine spätere Generation – Deutschlandfunk Kultur.



Anmerkung gem. DSA (digital service act der EU): Das verwendete Bild- und Grafikmaterial ist KI generiert.


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