Am 28. Februar 2004 erlebte die Karibiknation Haiti ein dramatisches politisches Ereignis: Der demokratisch gewählte Präsident Jean-Bertrand Aristide wurde unter umstrittenen Umständen aus dem Amt entfernt und ins Exil gezwungen. Dieses Ereignis markierte nicht nur einen Wendepunkt in der innenpolitischen Entwicklung Haitis, sondern hatte auch weitreichende Auswirkungen auf die internationale Politik in der Region. Jean-Bertrand Aristide, ein ehemaliger Priester mit starkem Rückhalt in der armen Bevölkerung Haitis, war bereits 1991 durch einen Militärputsch gestürzt worden, kehrte jedoch 1994 mit Unterstützung der USA ins Amt zurück. In den Jahren seiner zweiten Amtszeit (2001–2004) geriet er zunehmend unter Druck. Vorwürfe der Korruption, Menschenrechtsverletzungen und Machtmissbrauch führten zu wachsender Unzufriedenheit im Land. Eine bewaffnete Rebellion begann im Februar 2004 im Norden Haitis, angeführt von ehemaligen Militärs und Paramilitärs. Am 28. Februar 2004 veränderte sich d...
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